Rudern Kalorienverbrauch

Rudern zählt zu den besonders effektiven Ausdauersportarten, weil dabei nicht nur einzelne Muskelgruppen, sondern große Teile des Körpers gleichzeitig arbeiten. Beine, Rücken, Bauch, Schultern und Arme sind an jeder Ruderbewegung beteiligt. Dadurch kann Rudern je nach Intensität einen hohen Kalorienverbrauch verursachen und eignet sich sowohl für das Ausdauertraining als auch zur Kräftigung der Muskulatur.

Wie viele Kalorien beim Rudern tatsächlich verbrannt werden, hängt vor allem von der Belastungsintensität, dem Körpergewicht, dem Trainingszustand und der Rudertechnik ab. Ruhiges Rudern in der Freizeit verbraucht deutlich weniger Energie als intensives Wettkampfrudern. Während beim lockeren Rudern ein moderater Kalorienverbrauch entsteht, steigt der Energiebedarf bei hoher Schlagfrequenz, kräftigem Beinschub und dauerhaft hoher Belastung stark an.

Ein Wettkampfruderer kommt bei intensiver Belastung auf einen Kalorienverbrauch von etwa 840 kcal pro Stunde. Eine Wettkampfruderin verbrennt unter den hier zugrunde gelegten Vergleichswerten etwa 675 kcal pro Stunde. Beim Rudern in der Freizeit liegt der Verbrauch deutlich niedriger. Für eine Frau mit 65 kg Körpergewicht ergibt sich ein Verbrauch von etwa 197 kcal pro Stunde, für einen Mann mit 75 kg Körpergewicht etwa 245 kcal pro Stunde.

Berechnungsgrundlage: Frau, 170 cm groß, 65 kg schwer, 40 Jahre alt. Mann, 180 cm groß, 75 kg schwer, 40 Jahre alt.
Kalorienverbrauch Frau Mann
Rudern (Freizeit) 197 kcal 245 kcal
Rudern (Wettkampf) 675 kcal 840 kcal

Warum Rudern so viele Kalorien verbraucht

Der hohe Kalorienverbrauch beim Rudern entsteht dadurch, dass die Bewegung aus mehreren aufeinander abgestimmten Phasen besteht. Zuerst wird der Körper mit den Beinen kraftvoll nach hinten geschoben. Danach stabilisieren Rumpf und Rücken die Bewegung, während Arme und Schultern den Zug abschließen. Anschließend gleitet der Körper kontrolliert wieder nach vorn. Diese wiederholte Ganzkörperbewegung beansprucht viele große Muskelgruppen gleichzeitig.

Besonders die Beinmuskulatur leistet beim Rudern einen großen Teil der Arbeit. Gleichzeitig müssen Rücken- und Bauchmuskulatur den Oberkörper stabil halten. Auch Arme, Schultern und Gesäßmuskulatur werden aktiv eingesetzt. Weil so viele Muskeln gleichzeitig Sauerstoff und Energie benötigen, steigt der Energieverbrauch schneller an als bei vielen Sportarten, bei denen überwiegend nur eine Körperregion belastet wird.

Rudern in der Freizeit und Rudern im Wettkampf

Beim Rudern in der Freizeit steht meist eine gleichmäßige, gut kontrollierbare Belastung im Vordergrund. Das Tempo ist moderat, die Pausen sind länger und die Intensität bleibt oft in einem Bereich, der sich über längere Zeit gut durchhalten lässt. Deshalb ist der Kalorienverbrauch zwar spürbar, aber deutlich geringer als beim Wettkampfrudern.

Beim Wettkampfrudern ist die Belastung wesentlich intensiver. Die Schlagfrequenz ist höher, die Zugkraft größer und die Erholungsphasen sind sehr kurz oder fehlen ganz. Dadurch arbeitet der Körper näher an seiner Leistungsgrenze. Herz, Kreislauf und Muskulatur müssen dauerhaft viel Energie bereitstellen. Das erklärt, warum der Kalorienverbrauch beim Wettkampfrudern um ein Vielfaches höher sein kann als beim lockeren Rudern in der Freizeit.

Welche Faktoren den Kalorienverbrauch beeinflussen

Der persönliche Kalorienverbrauch beim Rudern ist nicht bei allen Menschen gleich. Ein höheres Körpergewicht führt in der Regel zu einem höheren Energieverbrauch, weil mehr Masse bewegt und stabilisiert werden muss. Auch die Körpergröße, das Alter und das Geschlecht können den berechneten Wert beeinflussen. Besonders wichtig ist außerdem die Intensität des Trainings.

Wer langsam und technisch sauber rudert, trainiert vor allem die Grundlagenausdauer und verbrennt dabei moderat Kalorien. Wer schneller rudert, kräftiger zieht oder längere Intervalle mit hoher Belastung einbaut, steigert den Energieverbrauch deutlich. Auch die Dauer der Einheit spielt eine Rolle: Eine kurze intensive Einheit kann sehr anstrengend sein, während eine längere moderate Einheit insgesamt ebenfalls viele Kalorien verbrauchen kann.

Rudern als gelenkschonendes Ganzkörpertraining

Ein großer Vorteil des Ruderns ist die vergleichsweise gelenkschonende Bewegung. Anders als beim Laufen entstehen kaum Stoßbelastungen auf Knie, Hüfte und Sprunggelenke. Die Bewegung läuft fließend ab und kann gut an das eigene Leistungsniveau angepasst werden. Deshalb eignet sich Rudern für viele Menschen, die ihre Ausdauer verbessern möchten, ohne die Gelenke stark zu belasten.

Wichtig ist jedoch eine saubere Technik. Wer mit rundem Rücken rudert oder die Bewegung nur aus den Armen zieht, kann Rücken, Schultern oder Handgelenke unnötig belasten. Die Kraft sollte überwiegend aus den Beinen kommen, während der Rumpf stabil bleibt und die Arme den Bewegungsablauf erst am Ende ergänzen. Besonders Anfänger profitieren davon, langsam zu beginnen und auf eine kontrollierte Ausführung zu achten.

Kalorienverbrauch auf dem Rudergerät

Viele Menschen trainieren nicht im Boot, sondern auf einem Ruderergometer oder Rudergerät. Auch dort wird eine ähnliche Ganzkörperbewegung ausgeführt. Der tatsächliche Kalorienverbrauch hängt jedoch davon ab, wie hoch der Widerstand eingestellt ist, wie sauber die Technik ausgeführt wird und wie intensiv trainiert wird. Ein lockeres Training auf dem Rudergerät ist gut für Einsteiger geeignet, während Intervalltraining den Energieverbrauch deutlich erhöhen kann.

Für den Vergleich des eigenen Verbrauchs ist es sinnvoll, nicht nur auf die Anzeige des Rudergeräts zu schauen. Gerätewerte können je nach Modell und Einstellung abweichen. Genauere Vergleichswerte liefert der Fitrechner, weil dort Angaben wie Körpergewicht, Geschlecht, Alter und Aktivität berücksichtigt werden können.

Für wen eignet sich Rudern?

Rudern eignet sich für Menschen, die Ausdauer und Kraftausdauer miteinander verbinden möchten. Es ist besonders interessant für alle, die ein Training suchen, das viele Muskelgruppen gleichzeitig beansprucht. Auch als Ergänzung zu anderen Sportarten kann Rudern sinnvoll sein, zum Beispiel für Läufer, Radfahrer oder Kraftsportler, die ihre Ausdauer verbessern möchten.

Einsteiger sollten mit kurzen Einheiten beginnen und die Belastung langsam steigern. Schon 10 bis 20 Minuten lockeres Rudern können am Anfang ausreichend sein. Mit zunehmender Erfahrung kann die Trainingsdauer verlängert oder die Intensität erhöht werden. Wer gesundheitliche Beschwerden hat, insbesondere am Rücken, am Herz-Kreislauf-System oder an den Gelenken, sollte vor dem Einstieg ärztlich abklären, welche Belastung geeignet ist.

Featured Snippet: Wie viele Kalorien verbraucht Rudern?

Beim Rudern hängt der Kalorienverbrauch stark von der Intensität ab. Beim Rudern in der Freizeit verbraucht eine Frau mit 65 kg etwa 197 kcal pro Stunde, ein Mann mit 75 kg etwa 245 kcal pro Stunde. Beim intensiven Wettkampfrudern steigt der Verbrauch auf etwa 675 kcal pro Stunde bei Frauen und 840 kcal pro Stunde bei Männern.

Rudern Kalorienverbrauch berechnen

Häufige Fragen zum Kalorienverbrauch beim Rudern

Wie viele Kalorien verbraucht Rudern?
Der Kalorienverbrauch beim Rudern hängt von Körpergewicht und Intensität ab. Beim Rudern in der Freizeit verbraucht eine Frau mit 65 kg etwa 197 kcal pro Stunde, ein Mann mit 75 kg etwa 245 kcal pro Stunde. Beim Wettkampfrudern sind es etwa 675 kcal pro Stunde bei Frauen und 840 kcal pro Stunde bei Männern.
Warum ist der Kalorienverbrauch beim Rudern so hoch?
Beim Rudern arbeiten Beine, Rücken, Bauch, Schultern und Arme zusammen. Da viele große Muskelgruppen gleichzeitig aktiv sind, benötigt der Körper viel Energie. Besonders bei hoher Intensität steigt der Kalorienverbrauch deutlich an.
Ist Rudern gut zum Abnehmen?
Rudern kann beim Abnehmen helfen, weil es Ausdauertraining mit Muskelarbeit verbindet und je nach Intensität viele Kalorien verbraucht. Entscheidend ist jedoch nicht nur das Training, sondern auch die gesamte Energiebilanz aus Ernährung und Bewegung.
Was verbraucht mehr Kalorien: Rudern in der Freizeit oder Wettkampfrudern?
Wettkampfrudern verbraucht deutlich mehr Kalorien als Rudern in der Freizeit. Der Grund ist die höhere Intensität. Beim Wettkampfrudern sind Schlagfrequenz, Zugkraft und Belastungsdauer wesentlich höher.
Welche Muskeln werden beim Rudern trainiert?
Beim Rudern werden vor allem Beine, Gesäß, Rücken, Bauch, Schultern und Arme trainiert. Die Bewegung ist deshalb ein Ganzkörpertraining und beansprucht sowohl die Ausdauer als auch die Kraftausdauer.
Ist Rudern gelenkschonend?
Rudern gilt als vergleichsweise gelenkschonend, weil keine starken Stoßbelastungen wie beim Laufen entstehen. Wichtig ist jedoch eine saubere Technik, damit Rücken, Schultern und Handgelenke nicht unnötig belastet werden.